Auf der Munich Cyber Security Conference 2026 kamen zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um zentrale Fragen zu diskutieren.
Das Motto der Munich Cybersecurity Conference 2026: “Command Control, Really? Confronting The Illusion Of Deterrence In The Age Of Relentless Cyber Threats.”Julia Mutzbauer
Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche internationale Institutionen auf der Münchner Cybersicherheitskonferenz (MCSC) vertreten. Darunter das Weiße Haus, FBI, Europol, OECD, BSI, BND und die Europäische Kommission sowie das National Cybersecurity Office aus Japan.
Unter dem Motto “Command Control Really?” drehte sich alles um die entscheidende Frage, wie Politik und Wirtschaft am besten mit der weltweit zunehmenden Cyberbedrohungslage umgehen können.
Molly Lesher, Head of Digital Connectitvity bei der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) mahnte, dass Cyberkriminalität massive Folgen für die Wirtschaft habe. Die Expertin betonte, dass neben der Umsetzung von Gegenmaßnahmen wie regulatorischen Reformen auch eine übergreifende Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen und Nationen erforderlich sei.
Molly Lesher, Head of Digital Connectitvity, Economics & Society Division, OECD auf der MCSC 2026MCSC/Jens Hartmann
„Um der aktuellen hybriden Bedrohungslage erfolgreich etwas entgegenzusetzen und unsere digitalen Angriffsflächen bestmöglich zu schützen, muss Cybersicherheit industrialisiert werden!“, hob BSI-Präsidentin Claudia Plattner hervor.
BSI-Präsidentin Claudia Plattner; Lars Koenig, Allianz; Jonathan Ellison, NCSC UK; Richard J. Watson, EY auf der MCSC 2026MCSC/Jens Hartmann
Der japanische National Cyber Director Yoichi Iida verwies darauf, dass vor allem geopolitische Konflikte eine große Gefahr für den Cyberraum darstellen. So würden die meisten Cyberbedrohungen für Japan – wie auch für andere Länder – derzeit hauptsächlich aus Nordkorea, China und Russland stammen.
Yoichi Iida, National Cyber Director Japan auf der MCSC 2026MCSC/Jens Hartmann
Sean Carncross, Anwalt und National Cyber Director (NCD) der USA, stellte klar, dass die USA trotz dem aktuell schwierigen Verhältnis mit Europa weiterhin auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit in der Cybersicherheit setzen würden.
Sean Cairncross, National Cyber Director USAMCSC/Jens Hartmann
Europol und das FBI arbeiten seit langem in den Bereichen Cyberkriminalität, schwere und organisierte Kriminalität sowie Terrorismusbekämpfung zusammen. Auf der MCSC traf die Exekutivdirektorin von Europol, Catherine De Bolle, mit Andrew Bailey, dem stellvertretenden Direktor des FBI, in einer gemeinsamen Diskussionsrunde zusammen. Beide waren sich einig darüber, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist, um den Cyberkriminellen jeweils einen Schritt voraus zu sein.
v.l.n.r.: Carsten Meywirth, BKA; Andrew Bailey, Deputy Director FBI, Catherine De Bolle, Executive Director EuropolMCSC/Jens Hartmann
„Da Bedrohungen zunehmend online geschürt werden und gewalttätiger Extremismus Online-Plattformen nutzt, um junge und schutzbedürftige Menschen anzusprechen, müssen wir weiterhin in kreative Lösungen und technische Fähigkeiten investieren, um cyberkriminelle Gruppen zu zerschlagen“, so De Bolle.
ABONNIERE UNSEREN NEWSLETTER
Von unseren Redakteuren direkt in Ihren Posteingang
Beginnen Sie, indem Sie unten Ihre E-Mail-Adresse eingeben.










